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Kehrwoche: Rechte, Pflichten & Wechsel erklärt

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Kehrwoche: Rechte, Pflichten & Wechsel erklärt

Kehrwoche: Die vollständige Anleitung für Rechte und Pflichten

💡 Das Wichtigste in Kürze:

  • Kehrwoche ist eine süddeutsche Tradition mit wechselnden Reinigungspflichten im Mehrfamilienhaus
  • Gehweg, Hof, Treppenhaus und Flure müssen regelmäßig gereinigt werden
  • Wer seine Kehrwoche vernachlässigt, riskiert Bußgelder oder rechtliche Konsequenzen

Wer im Süden Deutschlands lebt, kennt das: Die Kehrwoche steht vor der Tür. Diese süddeutsche Tradition regelt, wer in Mehrfamilienhäusern die Gemeinschaftsflächen reinigt. Doch was genau muss man machen? Und was passiert, wenn man es vergisst? Dieser Artikel beantwortet alle wichtigen Fragen zur Kehrwoche.

Was ist die Kehrwoche überhaupt?

Die Kehrwoche ist eine etablierte Reinigungspflicht in vielen südwestdeutschen Bundesländern. Sie verpflichtet Mieter und Hauseigentümer, abwechselnd die gemeinschaftlich genutzten Flächen des Hauses zu reinigen. Das System funktioniert nach einem festgelegten Plan: Jede Partei ist nacheinander für eine Woche verantwortlich. Diese Tradition hat sich über Jahrzehnte bewährt und ist in vielen Hausordnungen fest verankert. Die Kehrwoche dient der Sauberkeit, Hygiene und dem respektvollen Miteinander im Haus.

Was gehört zur Kehrwoche – Gehweg, Hof und Treppenhaus?

Die Kehrwoche umfasst typischerweise mehrere Bereiche. Dazu gehören der Hausflur und das Treppenhaus, wo Sie Treppen, Podeste und Zwischenetagen fegen und wischen. Der Hof oder Innenhof muss von Laub, Schmutz und Unrat befreit werden. Der Gehweg vor dem Haus ist ebenfalls Ihre Verantwortung – dieser muss von Schmutz und Laub gereinigt sein. Manche Hausordnungen fordern auch die Reinigung der Haustür und des Eingangsbereichs. Im Winter gehört das Schneeräumen und Streuen zum Aufgabenbereich. Genaue Details finden Sie in Ihrer Hausordnung oder dem Mietvertrag.

Wann bin ich dran – Das Wechsel-System erklärt

Der Wechsel der Kehrwoche folgt einem strikten Plan, der meist im Hausflur ausgehängt ist. Die Reihenfolge ist alphabetisch nach Familienname oder nummerisch nach Wohnungsnummer geordnet. Jeder Bewohner hat eine bestimmte Woche pro Jahr Kehrwoche-Dienst – bei zehn Parteien also etwa alle zehn Wochen. Sie müssen sich an den Plan halten und können nicht einfach tauschen, ohne dies mit allen beteiligten Parteien abzusprechen und der Hausverwaltung zu melden. Die genauen Tage und Uhrzeiten sollten Sie ebenfalls in der Hausordnung nachlesen.

Was passiert bei Streit oder Nichterfüllung?

Wenn Sie Ihre Kehrwoche vernachlässigen oder schlecht erfüllen, kann die Hausverwaltung oder der Hausmeister Sie abmahnen. Bei wiederholtem Verstoß drohen Bußgelder oder im schlimmsten Fall rechtliche Schritte durch andere Mieter. Manche Hausordnungen ermöglichen auch das Beauftragen einer Reinigungsfirma auf Ihre Kosten. Eine schriftliche Abmahnung sollte nicht ignoriert werden. Kommunikation mit Nachbarn und Verständnis füreinander helfen, Konflikte zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich meine Kehrwoche mit einem Nachbarn tauschen?
Ja, aber beide Parteien müssen zustimmen und die Hausverwaltung informieren. Ein spontaner Tausch ohne Benachrichtigung kann zu Konflikten führen.

Bin ich im Urlaub von der Kehrwoche befreit?
Nein. Sie müssen für Ihre Woche sorgen, indem Sie tauschen, die Nachbarn bitten oder die Reinigung selbst vorher/nachher durchführen.

Was passiert, wenn alle Mieter die Kehrwoche ignorieren?
Der Hausmeister oder die Verwaltung wird eingreifen und die Kosten auf alle Parteien umlegen. Das wird teuer für jeden.

Respekt vor der Kehrwoche zahlt sich aus: Ein sauberes Haus schafft ein angenehmes Wohnklima für alle. Planen Sie Ihre Woche ein und erfüllen Sie Ihre Pflichten gewissenhaft – dann läuft es problemlos.

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